Bahnübergänge sind Kreuzungen von Straßen und Schienen auf gleicher Ebene. Die Installation beinhaltet typischerweise Schranken, Lichter oder beides.

Bahnübergänge werden im MattzoBricks Train Automation System 2.0 mit Hilfe von MattzoLayoutControllern gesteuert. Um einen Eindruck davon zu erhalten, haben wir ein hübsches Video aufgenommen:
Viel Spaß!
Features
Zur Steuerung von Bahnübergängen im Mattzobricks Train Automation System 2.0 benötigt man einen MattzoLayoutController. Der MattzoLayoutController steuert unterschiedliche Komponenten auf der Anlage. Unter anderem ist er in der Lage, die typischen Komponenten eines Bahnübergangs zu steuern, nämlich Schranken, Lichter, Sensoren und sogar Überwachungssignale vom Typ Bü.

Im Bezug auf Bahnübergänge verfügt der MattzoLayoutController über die folgenden Features:
- Arbeitet mit Rocrail oder eigenständig (autonom).
- Unterstützung für Primär- und Sekundärschranken.
- Sekundärschranken können verzögert gesenkt werden.
- Alle Servo Start- und Endwinkel können frei konfiguriert werden.
- Die Schließ- und Öffnungsgeschwindigkeit der Schranken können frei konfiguriert werden.
- Rechts- oder Linksverkehr einstellbar (Orientierung der Primärschranken).
- Blinklichter mit einstellbarer Blinkgeschwindigkeit.
- Wählbar als Blink- oder Blitzlichter.
- Intelligenter, leistungsfähiger und flexibler Achszählmechanismus für autonomen Betrieb.
- Arbeitet in einer außergewöhnlich hohen Anzahl unterschiedlicher Szenarien und Anlagenkonfigurationen.
- Unterstützung für mehrere Gleise.
- Virtuelle Sensoren für sicheres Schließen der Schranken bevor der Zug den Übergang befahren darf.
- Unterstützung für Überwachungssignale.
- Unterstützung für unterschiedliche Hardware Deployment Szenarien.
- Basiert auf der MattzoLayoutController Firmware.
- Gemeinsame Code-Basis mit den anderen landbasierten MattzoControllern im MattzoBricks Train Automation System.

Wie man LEGO Bahnübergänge baut
Nachteile anderer Designs
Es gibt im Internet eine Reihe von attraktiven, gut aussehenden Designs für LEGO Bahnübergänge.
Das Problem mit fast allen dieser Designs ist, dass sie nicht motorisierbar und automatisierbar sind, ohne das Design grundlegend zu ändern und zu zerstören. Aus diesem Grunde ist es notwendig, eine spätere Motorisierung schon bei der Aufstellung der grundlegenden Designprinzipien zu verankern und mitzudenken.
Ein weiteres Problem vieler Designs ist, dass sie nicht in das MILS System integrierbar sind, ohne erhebliche und aufwendige Änderungen am Design vorzunehmen. Dies schränkt die Verwendbarkeit dieser Designs beim Bau von LEGO-Städten stark ein.
Die Mattzobricks Design-Prinzipien für Bahnübergänge
Mattzobricks Bahnübergänge folgen einer Reihe klar definierter Design-Prinzipien, um die Design-Ziele Kompatibilität, Austauschbarkeit, Funktionalität, Realitätsnähe und Automatisierung zu erreichen:
- Basis ist eine MILS Platte.
- Die Breite der Platte (= Gleislänge) ist immer 32 Noppen.
- Die Tiefe der Platte (= Straßenlänge) hängt von der Anzahl der überquerten Gleise ab, und beträgt 16 Noppen pro Gleis (so hat z.B. ein doppelgleisiger Übergang 32 Noppen).
- Lichtraumprofil: 2 Noppen Abstand von Schwelle zu Hindernis.
- 8 Noppen Gleisabstand (Standardabstand).
- Verringerter Gleisabstand (z.B. 4 Noppen) ist möglich.
- Alles, was zum Bahnübergang gehört, ist mit der MILS Platte verbunden. Objekte (wie Motoren und Schranken) dürften über die Grenze der MILS Platte reichen.
- Die Straße bleibt horizontal, um komplizierte Rampenkonstruktionen zu vermeiden.
- Das Gleis liegt eine Platte über der Basisplatte.
- Die Motorisierung der Schrankenmotoren erfolgt mit Trixbrix Schranken Servos.
- Die Beleuchtung erfolgt mit Trixbrix Bahnübergangs-Lichtern oder eigenen Lichtern.
Aus diesen Design-Prinzipien ergibt sich quasi zwingend das folgende Basis-Layout:


Die überlappenden Objekte liegen auf den benachbarten MILS-Straßenplatten auf und fügen sich in das Gesamtbild ein. Dies ermöglicht a) einen sehr kompakten Bau des Bahnübergang ohne übertriebenen Platzbedarf an den Straßenseiten, und b), dass keine bahnübergangsspezifischen Teile auf Nachbarplatten gebaut werden müssen. So bleibt die jederzeitige Austauschbarkeit aller Platten gewährleistet, was wichtig bei Änderungen am Layout einer Stadt ist.

Mattzobricks Level Crossing Designs
Design Optionen
Basierend auf dem Mattzobricks Bahnübergangs-Design gibt es eine Reihe von Optionen und Variationen beim der Bahnübergangs-Anlage:
- Anzahl Gleise
- Meist 1 oder 2
- Bei Gleisabstand 8 Noppen erweitert jedes zusätzliche Gleis die Basisplatte um 16 Noppen in Straßenrichtung.
- Gleisabstand
- Normalerweise 8 Noppen
- Verringerter Gleisabstand ist möglich.
- Warnlichter
- Keine
- Trixbrix Lichter
- Eigene Lichter
- Schranken
- Keine
- Nur Primärschranken (nur auf einer Seite der Straße).
- Primär- und Sekundärschranken.
- Andreaskreuz
- ja / nein
Im folgenden zeigen wir ein paar Designs (alle doppelgleisig).
Einfacher Bahnübergang
Diese Bauoption hat keine beweglichen Teile und Lichter. Sie ist sehr einfach zu bauen

Bahnübergänge mit eigenen Lichtern
Diese Option verwendet keine Schranken, aber Warnlichter oberhalb des Andreaskreuz. Zu sehen ist das Design eines typischen deutschen Bahnübergangs.

Bahnübergänge mit Trixbrix Schranken und Trixbrix Warnleuchten
Diese Option verwendet Trixbrix Schranken und Warnleuchten. Diese Nicht-LEGO-Teile können auf trixbrix.eu erworben werden.

Die Trixbrix Warnleuchten haben den Vorteil, dass sie fertig und verkabelt ausgeliefert werden.
Bahnübergänge mit Trixbrix Schranken und eigenen Lichtern
Für den letzten Feinschliff kann man die Trixbrix Lichter durch eigene Lichter ersetzen, um ein landesspezifisches Design möglichst realitätsnah nachzubilden.
Für Deutschland könnte das Design wie folgt aussehen:

Eigene Lichter baut man typischerweise mit SMD LEDs und verdrahtet sie mir Kupferlackdraht.
Lokführerüberwachter Bahnübergang (Lo-Anlage)
Ein lokführerüberwachter Bahnübergang (Lo-Anlage) ist eine Art von technisch gesichertem Bahnübergang, bei dem der Zustand der Sicherungsanlage dem Lokführer über ein Signal angezeigt wird. Der Triebfahrzeugführer übernimmt hierbei eine aktive Kontroll- und Überwachungsfunktion, indem er anhand des Kontrollsignals erkennt, ob er den Übergang befahren darf.
Das dafür notwendige Überwachungssignal für Bahnübergänge (Bü) gibt es in verschiedenen Ausführungen. Meist besteht das Signal aus einer schwarzen Signaltafel, hat in unteren Bereich ein oder zwei gelbe Scheiben oder Dauerlichter. Das weiße Blinklicht im oberen Teil blinkt, falls der Bahnübergang gesichert ist. Falls die weiße Leuchte nicht blinkt, so muss vor dem Bahnübergang angehalten werden und die Sicherung des BÜ anderweitig vorgenommen werden.
Hier ein Beispiel für ein LEGO Überwachungssignal für Bahnübergänge:

Zusammen mit dem Bahnübergang könnte dies auf unserer LEGO-Eisenbahn dann so aussehen:

Sound
Bahnübergangsgeräusche wie Glockengeläut lässt sich direkt über Rocrail abspielen. Dazu einfach eine gefällige Klangdatei aussuchen und über PC-Lautsprecher in der Nähe des Übergangs abspielen.
System Integration
Bahnübergänge sind im MattzoBricks Train Automation System 2.0 wie folgt integriert:

Bauanleitung, Firmware, Konfiguration usw.
Für die Steuerung von Bahnübergängen braucht man einen MattzoLayoutController. Die Bauanleitung, Firmware, Konfigurationanleitung usw. gibt es hier.
Danksagung
Danke an MattzoBricks Core Developer Markus für seine hilfreichen Beiträge.
